Besser spät als nie

Eine Redewendung, die auf mehrere Aspekte zutrifft:

  1. Die Knicks haben einen facettenreichen Point Guard
  2. Die Knicks spielen Defense
  3. Die Knicks treffen in der Offense gute Entscheidungen und gewinnen die Spiele, die Sie auch gewinnen sollten

Die „Toney Douglas – Story“ geht in die nächste Runde und entfesselt – mit erneut guter Leistung des Hauptdarstellers – eine Diskussion über die Art, wie Douglas in seiner ersten Spielzeit von Coach Mike D’Antoni eingesetzt wurde. Kritiker werfen dem Trainer vor, er habe Douglas nicht genug vertrauen geschenkt – man hätte ihn früher bringen müssen.

D’Antoni selbst stellt die Frage in den Raum, ob TD diese Leistung bereits im Dezember/Januar hätte bringen können. Defensiv – eine der großen Stärken des Guards von Florida State – defenitiv. Was jedoch auffiel war seine Schwäche, in der Offensive für seine  Teamkollegen zu kreieren.
Harte Arbeit und Chris Duhon in der Mentorrolle haben Douglas auf den nächste Level gebracht. Wie sehr die Mannschaft von seinem Spiel profitiert, war gestern erneut zu sehen. Mit Ihm springt der Funke ‚Defense‘ auf die anderen Vier über. Er kann selbst abschließen, verteilt den Ball aber auch gut und bringt eine Ruhe ins Spiel, die bei Ihm zuvor nicht erkennbar war.

Mit Jrue Holiday lieferte er sich ein tolles Duell zweier aufstrebender, junger Point Guards. Toney war in den entscheidenden Minuten zur Stelle und sicherte den 24. Sieg der Saison.

Dabei war die Ausgangssituation Mitte des ersten Viertels denkbar schlecht. Die ohnehin reboundschwachen New Yorker sahen sich durch zwei schnelle Fouls von David Lee komplett überfordert – das Resulat war ein stetiger Rückstand bis zur Halbzeitpause.

Gar untypisch kamen die Knicks motiviert und energetisch aus der Kabine und setzten die Sixers stärker unter Druck als in den ersten 24 Minuten. Was ebenfalls auffällt ist, dass mit den 76ers bereits das zweite Team auf die kleine Aufstellung der Knicks reagiert hat. Elton Brand spielte nur 22 Minuten, Sam Dalembert 34.
Hierdurch entsteht den Knicks dann ein Vorteil, da der Gegner von seinem modus operandi abweicht, um das schnelle Knicks Team zu kontrollieren.

David Lee hatte sich in der zweiten Halbzeit dann auch etwas mehr unter Kontrolle und konnte der massiven Unterlegenheit beim Rebound ein wenig entgegenwirken. Offensiv waren verschiedene Spieler in verschiedenen Phasen zur Stelle. Tracy McGrady war in der ersten Halbzeit und zu Beginn des dritten Viertels der Eckpfeiler der Mannschaft.
Anschließend übernahmen Toney Douglas, Danilo Gallinari und Al Harrington. Vor allem der Italiener bewies seine Qualitäten in der Crunchtime. Trotz eines satten Minus beim Rebound (-16) und vieler freier Würfe der Sixers überlebte New York in Philly und gewann das Spiel verdient.
Der Kader findet sich knapp einen Monat nach der Trading Deadline endlich zusammen. D’Antoni weiß, wie er T-Mac am Besten einsetzen kann, Gallo und Chandler haben sich gefangen während Toney Douglas und Bill Walker die Überraschungen der letzten Wochen sind.

Es macht wieder Spaß, New York Basketball zu sehen – selbst wenn das Ergebnis (wie gegen Memphis und San Antonio) nicht stimmt. Der Trend begann mit dem Sieg gegen Atlanta und setzt sich nun fort. Ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die kommenden Spiele.

März 16th, 2010

2 Responses to “Besser spät als nie”

  1. Jan Schaknowski sagt:

    …meine Rede…



  2. Maximilian Thümer sagt:

    Eine witzige (?) Sache, die mir auffällt:
    Eddi House spielt irgendwie unkonventionell: ER sit pfeilschnell, hat nen super schnellen release, aber manchmal ne Technik, dass der Wurf so scheisse aussieht!
    Er erinnerte mich heute an einen bad pick uo guy: Er ist schnell, so dass ihn keiner verteidigen will, aber das muss man auch nicht wirklich, da er von überall überhastet wirft und deswegen keine echte Gefahr ist..Nur in dem einen Spiel, dass er dann rockt..:D



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