Archive for the ‘Saison 2013 – 2014’ Category

Die Knicks strengten sich an. Die Knicks hatten eine Chance.

Anders als in den Partien zuvor merkte man einem Großteil der Mannschaft gestern Abend in Los Angeles an, die frustrierende Misere beenden zu wollen. Solide drei Viertel reichten dann jedoch nicht aus, um die talentierteren Clippers im Staples Center zu besiegen und einen unverhofften Sieg für’s Selbstvertrauen einzufahren. Selbstvertrauen, darauf kommen wir noch zurück.
Einerseits sagt der Endstand von 80-93 nicht viel über den Spielverlauf aus. Die Partie äußerte sich wesentlich knapper. Andererseits versprühten die Knicks aber auch ihr eigenes Pheromon auf die Clips. Resultat: Eine schlechte Wurfquote aus allen Distanzen und die Verletzung von Paul. Haben die Knicks mit dieser Leistung einen Schritt in die richtige Richtung gemacht? Oder war es das Phänomen „gut spielt schlecht wenn es gegen schlecht geht“?

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Ein Road Trip hinein in den Verfall

November 26th, 2013 by Robert

Schaut man auf den Box Score der gestrigen Partie in Portland, dann könnte man meinen, dass die Knicks gegen eines der momentan heißesten Teams der Liga in fremder Halle recht gut mitgehalten haben. Jeder Zuschauer weiß jedoch, dass die Chancengleichheit nach ca. 15 Minuten Spielzeit bereits im Flieger Richtung L.A. saß. Die New York Knicks befinden sich zwischen Spiel Eins und Zwei eines kurzen, dennoch sehr schwierigen Road Trips. Viel wurde über diese drei Partien geschrieben, vor allem im Hinblick auf die gegnerischen Point Guards und deren Fähigkeit, eine der großen Schwächen der New Yorker so schwer zu attackieren, dass es für den 3-10 stehenden Club fast unmöglich wird, aus der derzeitigen Misere herauszufinden.

Die Nachberichterstattung des ersten Spiels lässt mich jedoch bereits erkennen, dass diese Auswärtsspiele nicht für die Statistiken der Herren Lillard, Paul, Lawson bekannt werden, sondern für den Bruch in der Mannschaft, mit dem Coach und dem Rückstoß, resultierend aus den Management-Entscheidungen der letzten Wochen und Monate. Innerhalb der Franchise hat man gehofft, verändert von diesem Road Trip zurückzukommen … im positiven Sinne. Was sich nun jedoch vor unseren Augen ausbreitet ist ein Cocktail aus Fassungslosigkeit, Unfähigkeit und mangelndem Vertrauen.

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Wenig Licht unter Woodson’s Schatten

November 24th, 2013 by Robert

In einem seltenen Interview mit der New York Post in der letzten Woche ließ Inhaber James Dolan verlauten, dass er glaube, ein Coach muss ersetzt werden, sobald dieser den Respekt der Spieler verliere. Die Niederlage in Washington, gleichwohl der Auftakt eines harten Auswärtsprogramms und Darbietung der Knicks-eigenen Schwächen hatte verlorenen Respekt überall zu stehen. Diese Partie begann wie jede der Jüngsten – ein solider Start gefolgt von einem schwachen zweiten Viertel und dem mittlerweile unausweichlichen Zusammenbruch in Viertel Drei. Nach der Partie gegen Indiana nahm ich bewusst eine Auszeit, um folgende Frage beantworten zu können:

„Sind die Knicks Nacht für Nacht willens, zumindest das Engagement aus der Partie gegen Indiana zu reproduzieren?“

Die Antwort wurde mir gestern Nacht recht schnell gegeben. Unter der Schirmherrschaft eines sichtlich lustlosen und teilweise desinteressierten Carmelo Anthony ging die Mannschaft unter voller Unfähigkeit, John Wall zu bremsen, unter. Gegen ein Team, welches selbst gerade erhebliche Schwächen aufweist und nur ein Vorbote dessen ist, was die Knicks in den kommenden drei Partien erwartet: Damian Lillard, Chris Paul und Ty Lawson. In einer Woche können die Knicks somit (easy) bei 3 Siegen und 12 Niederlagen stehen.

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NYKJ Podcast Episode #1

November 21st, 2013 by Robert

Hiermit begrüße ich euch zu einem neuen Format, welches neben den Stories Einzug halten wird, hier auf dem NYKJ. Nach jeweils zehn absolvierten Partien der Knicks in dieser Saison wird es eine weite Folge geben, die den aktuellen Stand beschreibt, ein Recap der letzten Spiele liefert und natürlich den (dunklen) Ausblick.
Somit kommen wir alle mal von meinen monotonen Artikeln weg und können etwas direkter die Themen ansprechen, die uns rund um die Knicks interessieren.

Also, hört rein, macht euch ein Bild, gebt mir Feedback in den Kommentaren, auf Facebook oder Twitter (@robertjerzy). Fragen, Anregungen und Kritik werde ich natürlich gern einfließen lassen.

Viel Spaß beim hören oder herunterladen,

Robert

Hier befinden wir uns nun, im Kater-Morgen nach einer Saison … ich wiederhole es gern, einer (!) Saison, die wie ein kurzer Teaser auf uns wirkte. Ein Teaser, wie schön das Leben als Fan einer intelligenten und stabilen Franchise doch sein kann.

54 Siege, die Division-Krone und eine Mannschaft, die zwar steinalt war, aber wusste, was sie tat. Eine Mannschaft, in der die Spieler eine Rolle einnahmen und die Veteranen Jason Kidd, Kurt Thomas und Sheed die strategischen Unzulänglichkeiten gut maskierten. Es war die „Win-Now“ Saison und wir alle fanden uns mit dieser Entscheidung ab. Das Management gab die Parole aus, einen Kader aufgebaut zu haben, der nun um die Meisterschaft mitspielen soll.
„Endlich mal ein Konzept“ – dies war mein Tenor im letzten Jahr. Ich konnte mit den alten Herren gut leben, weil sie wussten was sie taten und an einem Strang zogen.

12 Monate später ist dieses Team nicht mehr vorhanden (wie Woodson selbst attestierte), die Chance auf die Championship längst passé während sich die Knicks am genau anderen Ende der Leistungskurve wiederfinden.

Und wäre diese nicht schon schlimm genug, so kam Jeremy Lin zurück in mein Leben. Ein Jahr nachdem ich mich selbst in Felton und aus Lin herausgeredet hatte. Ich könnte Gründe aufzählen, warum ich damals so dachte, spielt jedoch keine Rolle mehr. Ich war dumm, genauso dumm wie die Obrigkeit der Knicks, die damals nicht erkannte, auf’s falsche Pferd gesetzt zu haben.

Ein Ausflug in alte Gepflogenheiten

November 14th, 2013 by Robert

Na das kennen wir doch. Nach James Dolan überaus kluger Voraussage eines Siegs in Atlanta (NOT) haben die Knicks gestern Nacht einen Ausflug in die Vergangenheit unternommen und mittels unverwüstlichem Draufhalten aus der Ferne einen frühen Vorsprung heraus geballert. Ich geb’s zu, nach gestriger Ankündigung, J.R. starten zu lassen und Shumpert zum x-ten Mal wie Sauer Bier anzubieten, war ich nicht gerade objektiv im Umgang mit den Knicks heute morgen.
Mein SMS-Dialog mit Arend um ca. 23:00 Uhr gestern Abend sah in etwa so aus:

Arend: Shump für Faried. I am in limbo. Sag mal was.

Robert: *noch sachliche* Antwort

Arend: Faried ist krass, aber ich liebe Shump und der Trade würde das Team schwächen

Robert: Ich habe einfach derzeit keinen Bock auf diese %*#!? Knicks mit nem +#&“! Coach, Owner und „Star“

…. so ging es dann 30 Minuten weiter. Vorab, der Sieg hat mich nicht besänftigt. Wer in dieser Story Aufmunterung und „Yeah, let’s go sucht“, ich entschuldige mich vorab. Eine Heiß & Kalt Vorstellung aus der Distanz und Double-Double von Not-Danilo Gallinari überzeugen mich nicht, dass dieses Team auf dem Pfad der Hoffnung ist. Warum? Folgt mir ….

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Eine Leistung wie dieses Gesicht

November 11th, 2013 by Robert

Das bin im übrigen ich …. und gestern:

1. Switching

2. Pick & Roll Defense

3. Stillstehende Offense

4. Keine Intention zu kämpfen

5. Ein beurlaubter Basketball-IQ

6. JR Smith

7. Konzeptlosigkeit beim Coach

8. JR Smith (!!!)

9. Riesige Lücken auf der PG sowie Center-Position

10. Keine Interior-D

Ich bin noch ganz damit beschäftigt, dem Drang zu widerstehen, einen „Bow-it-up“ Artikel zu schreiben ….

Don’t panic … but change things!

November 7th, 2013 by Robert

Ich gebe zu, es ist der perfekte Zeitpunkt, um panisch vom Knicks-Bandwaggon abzuspringen und sich selbst zu ertränken in unrealistischen Trade-Machine-Mutationen die uns einzig in NBA 2k14 glücklich machen. Vertraut mir, an diesem Punkt war ich schon. Es ist vollkommen entschuldbar, die Apokalypse herbeizurufen und die „Für-wen-würdet-ihr-Melo-traden“ – Liste zu aktualisieren.
Leider hilft uns allen dies nicht wirklich, da wir gemeinsam in diesem emotionalen Boot verweilen, welches Mister Potato-Head als Steuermann besitzt und nur dann eine Chance hat, das rettende Ufer zu erreichen, wenn wir dem starken Drang widerstehen, Woody mental einem Code Red zu unterziehen. Gehen wir mit dem Boot also lieber unter? Oder versuchen wir zu verstehen, warum die Knicks – vier Spiele in die neue Saison hinein – schockierender sind als Game of Thrones‘ „Red Wedding“ Episode.

Ich wusste dass ihr Tor 2 wählt. Folgt mir einfach.

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So …. what’s the plan again?!?

November 4th, 2013 by Robert

23 zugelassene Fast Break Punkte, 10-27 Dreier und 38 …. achtunddreißig Freiwurfversuche für die gastierenden Minnesota Timberwolves kulminiert in einem 19-40 Eröffnungsviertel.

Die Knicks haben Abstimmungsprobleme, keine Frage. Wie nebenbei so viele Teams in der NBA. Überreaktion sollte daher umgangen werden. Was jedoch schon jetzt große Fragen aufwirft ist die Ausrichtung der Mannschaft in dieser Saison. Weiß irgendjemand noch in der Organisition, was der eigentliche Plan ist? Was die Beweggründe für den Bargnani-Trade waren? Meines Erachtens nach (und ihr könnt mich berichtigen), erkannten die Knicks, dass Small Ball in den Playoffs nichts reißt. Aufgrund der Begleiterscheinung Reboundunterlegenheit, Interior Defense und Größenunterschiede.
Der aktuelle Preventionsplan mit „Big Man“ Andrea Bargnani scheint im Coaching Staff allerdings keine Fans zu besitzen. Denn erst waren die Knicks mit ihrer großen Lineup aufgrund mangelnder Abstimmung im Wachkoma (was zum 19-40 Viertel führte) und dann ging Woodson – wie schon gegen Chicago – zurück zur Lineup aus dem letzten Jahr.

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Ein andauerndes Experiment

November 1st, 2013 by Robert

Head Coach Mike Woodson entschied sich gestern Abend für eine Lineup, die uns alle nur zu gut an Knicks-Pacers Runde 2 der Playoffs erinnerte. Huldigend, dass die Bulls eine Standard Aufstellung fahren, gab Mister Potato-Head der Starting 5 eine Chance, die wir eigentlich schon als Totgeburt zu den Akten legten.
Felton – Shumpert – Melo – Bargnani – Chandler war – entgegen der Fünf aus dem Bucks Spiel – eine größere. Die Abstimmung fehlte sichtlich, die Energie war jedoch da. Der Box Score ist allerdings ein Indiz dafür, dass die kurzfristige Meinungsänderung beim lieben Head Coach aus New York zumindest in dieser Partie „Almost Certain Doom“ war – wie einst in Spiel 4 in Indiana. Erst, als Woody zurück zu seinen Leisten ging (das klingt schmutzig), kamen die Knicks zurück in die Partie.

Das Experiment der Rotation geht also weiter und die Statistiken empfehlen, dass die Knicks nie wieder BIG gehen sollten. Warum diese Lineup allerdings doch eine Chance haben könnte? Folgt mir einfach.

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Anspruch und Wirklichkeit

Oktober 31st, 2013 by Robert

Am Tag des Season Openers verriet Inhaber James Dolan in einem Meeting mit dem Coaching Staff, dass er die 2013-2014 Saison als titelreif ansieht. Darüber hinaus „erwarte“ Numero Uno Honcho, dass man um den Titel mitspiele und ihn sogar nach New York holt. Seine Erwartungshaltung fusst auf dem Glauben, in diesem Jahr ein noch besseres Team zusammengestellt zu haben als im letzten. Und da gewann man immerhin 54 Spiele, holte die Division-Krone und Platz 2 in der Eastern Conference.

So viel wurde über die neuen Knicks gesprochen. Andrea Bargnani, Ron Artest, Beno Udrih, Tim Hardaway Jr. Sie sollen die Schwächen des letztjährigen Kaders adressieren und genau das herbeiführen, was der umstrittene „Owner“ der Knickerbockers in diesem Jahr fordert. Im Angesicht dieses Anspruchs sah man zumindest zu Beginn jedoch sehr viel „altes“. Die Starting Five – unverändert. Die Ball -und Mannbewegung in der ersten Halbzeit – sie war in der letzten Saison stets ein Garant für den Erfolg, ein aggressiver, energetischer Ray Felton der einen tollen Start in die Saison feiert – es fühlte sich teilweise an wie 2010.

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Die New York Knicks beschließen ihre 2013 Pre-Season morgen Abend in einer feierlichen Wiedereröffnung des fertig umgebauten Madison Square Gardens gegen die Charlotte Bobcats. Lässt man diese Pre-Season, die dort gezeigte Leistung, die nicht enden wollenden, aberwitzigen Meldungen um die Franchise herum und den neuen alten Garden mal kurz wirken, dann könnte dieses Szenario nicht unpassender sein.

Gerade die New York Knicks, Sinnbild einer Franchise die Konstanz lediglich im „Weirdness-Factor“ beweist, denn im stabilen Management, weiht diese heilige, im neuen Glanz erstrahlende Arena mit einem Pre-Season Spiel gegen die Charlotte Bobcats ein ….
Es könnte ein Abend werden, der abermals exemplarisch wirkt für die Vorkommnisse und das Geschäftsgebaren der Hausherren. Unter Umständen werden wir zwei Sprösslinge der Smith-Familie im Kader haben – einen davon sogar in der Starting Five. Vielleicht werden wir ein erneutes Tandem von Carmelo Anthony und Andrea Bargnani auf der PF und C Position sehen und vielleicht müssen wir uns morgen schon von jungen Spielern verabschieden, die es verdient hätten, einen Platz in der Rotation zu erhalten – auch wenn es nur der 15. ist. Ja, diese Saison wird eine weitere Staffel, in der sich die Knicks überbieten werden in endlosen Medienberichten über die Spieler und deren Interessen, den Inhaber und seine Interessen und weniger um die sportlichen Ziele eines jeden einzelnen in dieser Franchise. Dabei beweisen die oben genannten Szenarien, dass dieses Team – nur fünf Tage vor dem Saisonstart – eines ganz dringend benötigt: Eine strategische Ausrichtung auf dem Feld.

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Babe, they’re back again!

Oktober 9th, 2013 by Robert

Nach neun intensiven Tagen Training Camps werden die Knicks 13/14 heute Abend zum ersten mal das Parkett im Preseason Opener gegen die Boston Celtics betreten. In diesen letzten neun Tagen erhielt man wenig Aufschluss über die Ausrichtung der Mannschaft in dieser Saison. Weder die Starting Lineup, noch die Rotation an sich wollte Head Coach Mike Woodson in den täglichen Interviews mit der Presse preisgeben.

Stattdessen erlaubt uns die ungewohnte, neue Tiefe des Kaders, etliche Spekulationen anhand diverser Äußerungen, Eindrücke und Umstände aus dem Training Camp 2013 aufzustellen. Eines ist bereits jetzt klar; die Knicks besitzen auf einigen Position ein Luxusproblem, was es dem Coaching Staff derzeit auch so schwer macht, definitive Aussagen zur Formation zu treffen. Also lasst uns ein wenig herumspielen ….

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Mit welchen Erwartungen (im New Yorker Fach-Jargon auch als Hoffnung bekannt) geht man ins Jahr Eins nach der besten Saison seit 13 Jahren? 54 Siege, eine Leistung die durchaus Hoffnung machte sowie vielen Hindernissen trotzte (STAT’s erneuter Ausfall) und endlich mal wieder eine gewonnene Playoff-Serie nach Haus brachte. Die Knicks 2012-2013 waren bei Leibe kein Championship-Kandidat, dies mussten wir am Ende alle bitte erfahren. Dennoch, New York war nach vielen Jahren konkurrenzfähig.

Somit sollte es derzeit also auch keine Rolle spielen ob man im Pro-Melo-Lager sitzt oder die Meinung vertritt, dass der Top-Verdiener der Knicks nicht das Zeug hat, die Trophäe jemals in den Big Apple holen zu können. Das Skript für die Knickerbockers ist geschrieben. Seit zwei Jahren. Mit dem jetzigen Nukleus aus Melo, Chandler, Amar’es Vertrag so gut es geht mitspielen.
Das Konzept der Franchise ist seit dem Trade für Carmelo stetig – zum Kern immer wieder neue Spieler herum aufbauen. Felton, Shumpert, Smith und Prigioni in den letzten zwei Jahren und nunmehr Ron Ron, Tim Hardaway, Andrea Bargnani und Beno Udrih.

In gewisser Weise erfüllen uns die Knicks also den einen Wunsch … die eine Hoffnung bzw. Erwartung:

Nach einer Saison von 54 Siegen auf Kontinuität setzen und bis 2015 ein Maximum aus diesem Nukleus herausholen. Wahrlich die einzige Option auf dem Tisch, war meine Idee des Neustarts doch eine Utopie.

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