Game Recap: Magic @ Knicks

ORL @ NY

Orlando Magic (111) – New York Knickerbockers (99)

So now the Knicks can’t beat the lesser NBA teams, or the NBA elite. They better start to figure out how to beat someone … and soon.“

Eine richtige Einschätzung des Kollegen Tommy Dee von TheKnicksBlog.com. Auch wenn die Knicks erneut einen 4th Quarter Meltdown erlitten – zumindest das Engagement war zu sehen. Einige gute Seiten hatte diese Partie gegen Orlando in der Tat vorzuweisen.
Mike D’Antoni ließ tatsächlich mal die Starting Lineup gleich und verfolgte somit die One-on-One Defense gegen den Hulk. Sowohl von Ronny Turiaf als auch von Jared Jeffries sah ich stellenweise wirklich gute Verteidigung. Hey, machen wir uns nichts vor, gegen einen Spieler, den nichts stoppen kann außer einer Cruise Missile war diese Taktik keine schlechte. In den vorigen Partien beider Mannschaften war es weniger DH12 als mehr die Perimeterschützen, die New York in Brand setzten.

Kudos an den Coach, dass er seine Strategie überdachte, weite Strecken des Spielverlaufs gaben ihm da auch recht. Ein weiterer bright spot war das Spiel von Carmelo Anthony. Man sah ihm Ernsthaftigkeit an. Melo ist an einem Punkt, an dem er sich der Herausforderung stellt und die Kritik zu Herzen nimmt.
Trotz einer offensiv schwachen Leistung gefiel mir Amar’e Stoudemire defensiv recht gut. Es wirkte ein wenig so, als hätten beide Stars konspiriert und einen Gameplan festgelegt – „Ich mache mehr in der Defense“ – „Okay, ich passe mehr“.
Die Ballrotation in der Offense war stellenweise hervorragend, leider fielen die Würfe in manchen Situationen nicht so. Zwar trafen die Knicks hochprozentiger von Ray Allen Country (.429%) als aus dem Feld insgesamt (.405%), die entscheidenden „Dagger“ um den Vorsprung auszuweiten, fielen nicht – Shawne Williams traf nur 1-4, Landry traf 1-4 und Chauncey 3-8.
Somit ermöglichte man es den Magic stets, dranzubleiben.

Nach 3 Vierteln trennten die Mannschaften auch nur 1 Punkt, das Spiel verlor man aber erneut in Viertel 4. Chris Alvino von TheKnicksBlog.com stellt die Führungsfrage. Er sucht nach dem Leader und Go-to-guy. Diese Problematik sahen wir bei den Miami Heat ebenfalls.
Dwyane Wade war fürchterlich und Lebron James hat die selbe Closer-Mentalität wie Jim aus American Pie. Die Chemie und Struktur war nicht vorhanden, weil von den Stars verlangt wurde, ihr Spiel umzustellen. Dies bringt nur die Zeit mit sich, wird aber kommen!
Was die Zeit nicht mit sich bringt, ist eine erneute „Shawne Williams-verteidigt-Dwight Howard“ – Sichtung. Warum D’Antoni von seinem Konzept der ersten Halbzeit abwich ist für mich unerklärlich. Entweder setzte er den ‚6-‚8 Williams auf ihn an oder befahl alle Spielern, bei Howard Ballkontakt abzusinken.
In diesem Moment spielte man den Magic in die Karten. Als Konsequenz ging Howard entweder nach Belieben in den Berserker Rage Modus bzw. passte auf – am Perimeter freistehende – Mitspieler. Durch die Herausnahme eines Big Man (Jeffries, Turiaf) schwächte der Coach auch die Reboundstärke seiner Mannschaft.
Jason Richardson, der bis dahin nicht stattfand, drehte in Viertel 4 auf, holte 2 wichtige Offensivrebounds, punktete hierdurch oder ermöglichte seinem Team einen weiteren Angriff. Dieser Taktikwechsel inklusive „Hack-a-Dwight“ Aktion tötete die eigene Mannschaft.

New York ist verunsichert und jede weitere Niederlage stürzt sie tiefer in diese Verunsicherung. Knicks Partien, die vom besten Kommentatorengespann der Welt begleitet werden schmerzen dann auch immer doppelt. Mark Jackson ist mittlerweile der größte Kritiker D’Antoni’s.
Ob nun korrekt oder nicht, er legt den Finger in die klaffende Wunde und spricht Schwächen schonungslos an. Und auf der anderen Seite des Landes, da schreiten die Knuggets von Sieg zu Sieg. Die Frage, ob dieser Trade richtig war hat Jeff van Gundy gestern beantwortet. Natürlich war er richtig. Die Mannschaft lag vor dem Trade 2 Spiele über der .500 Marke. Nun ist sie ein Spiel darunter.
Die gezeigte Leistung ist aber ohne Frage mehr als enttäuschend.

Doch was erwartet man, wenn der Point Guard dieser Mannschaft einen ganz anderen Stil und ganz andere Qualitäten pflegt als das System und der Coach es vorsieht? Was erwartet man, wenn zwei Bestien wir Melo+Mare fusionieren sollen?Geht dies über Nacht, bzw. on the fly?
Und was erwartet man, wenn vom Coaching Staff keine Defense und keine Intensität und Verantwortung in diesem bestimmten Bereich vorgelebt wird? Was erwartet man? Enge Spiele und Niederlagen hätte es gegen die Celtics und Magic dieser Welt auch mit den Old Knicks geben können.
Lassen wir uns also bitte nicht von unserer selektiven Erinnerung täuschen und reden uns ein, dieser Trade hätte alles verschlimmert.

Es muss erst ganz schlimm werden, bevor es besser wird. Und vielleicht bedeutet dies auch Platz 8 oder gar verpassen der Playoffs. Vielleicht … Fakt ist aber, dieser Kader besitzt anders als alle anderen zuvor eine wahre Zukunft, mit oder ohne diesem Coach.
Die Ergebnisse werden dies zeigen. Und in Anlehnung an diese (nicht unbekannte) Situation ein kleines Video zur Motivation … mich hat’s zumindest motiviert 🙂

http://www.youtube.com/watch?v=RDYDMwGmpsQ

 

 

März 24th, 2011

6 Responses to “Game Recap: Magic @ Knicks”

  1. aleX sagt:

    tja george karl kriegt es mit den knicks spielern erfolgreich zu sein, was MDA nur bedingt schaffte
    und melo konnte er auch noch nicht richtig integrieren. ich frage mich warum man nicht einen guten co-trainer holt der sich auf die defense konzentriert oder einfach gleich einen guten trainer



  2. Strucki sagt:

    bin zu 100% bei dir- man sieht streckenweise(of und def) was die Mannschaft zu leisten vermag-das hätte der vorige Kader niemals hergegeben- diese saison war nur ein zwischenschritt the future is orange!!



  3. Doug sagt:

    Achja die 1999 Knicks. Ist es nur ein Zufall dass das goldene Zeitalter der Knicks und des Hiphop auf die 90er fällt?

    „Irgendwie war früher alles besser“ oder „damm ich werde alt!“

    PS:Chris Dudley hat richtig in das most hated team in the nba gepasst…



  4. razah sagt:

    Ach Rob, wie Du es immer schaffst gute Artikel zu schreiben, egal was ist, ich bewundere das, ehrlich!! Ich wollte mir ja eigentlich diesen Monat nach den letzten Leistungen ne Auszeit von den Knicks nehmen und mir March Madness http://www.ncaa.com/news/basketball-men/2010-12-19/ncaa-march-madness-demand anschauen. Aber erstens gibt es da momentan nicht wirklich gutes zukünftiges NBA-Material und zweitens wird mir dann doch zu viel in den Foren(Pokerstrategy) die ich lese auf meinen Knicks rumgehakt. Wie ich schon gesagt habe, die Knicks kosten Nerven aber man muß ihnen wohl einfach noch die Zeit geben die sie brauchen. Für mich stellt sich derzeit nicht die Frage ob Melo ein Bust ist(so ein Unsinn), wie es manche gerne so sehen wollen. Haters sind eigentlich immer ein gutes Zeichen das man doch irgendwie ernst genommen wird. Mir stellt sich einfach wieder mal die Frage nach dem Trainer, ich sehe ganz ehrlich in Mike D keinen Championsshipcoach, Punkt!
    Wir brauchen D in NY, das war immer so und das wird immer so bleiben!
    Danke für Dein Video, das werde ich gleich mal in den NBA-Thread bei Pokerstrategy reinstellen:-)



  5. Jan Schaknowski sagt:

    Wie gewohnt schafft es Rob auch in schwierigen Zeiten nen gutes Recap hinzubekommen. Wenn die Knicks mal diese KONSTANZ hätten…

    Ach ja, die 90er………..war schon ne geile Zeit. Glücklicherweise hab ich noch seeehr viel davon auf VHS…werd wohl bald mal wieder was davon rauskramen…



  6. Jan Schaknowski sagt:

    …und es geht so weiter…gegen Angstgegner Milwaukee…



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