Game Recap: Washington @ New York … und ein Preview zum Spiel gegen die 76ers

WAS @ NY

Washington Wizards (91) – New York Knickerbockers (112)

Gefestigte Mannschaften setzen sich über die gesamte Länge einer Partie gegen die schlechteren Teams durch! Diese Tatsache wurde mir jedes Mal bewusst, wenn die Knicks 2009 gegen eben solche gefestigten Mannschaften antraten.
Früher oder später wurde jede Gegenwehr der Rent-a-Knicks im Keim erstickt und die Denver, Miami oder Houstons dieser Welt entschieden das Spiel für sich.

In der gestrigen Partie gegen John Wall und die Washington Wizards hatte ich eben jenes Gefühl auch bei den Knicks. Team D’Antoni kontrollierte das Tempo und damit auch die Partie, ließ sich weder von einem – aus dem Koma erwachten – Gilbert Arenas einschüchtern noch von einigen wenigen Runs der Wizards aus dem Konzept bringen.
Es war einer dieser Siege, der – sollten die Knicks nun einen Lauf starten – noch oft zitiert wird als Beginn einer positiven Attitüde im Team und eines positiven Records basierend auf eben jenem Selbstvertrauen, was die Knicks durch Siege wie gegen Chicago und Washington kontinuierlich sammeln.

Selbstvertrauen ist auch der Grund, warum New York nach einem verschlafenen Start im 2. Viertel auf Warp 3 ging und den aufmüpfigen Gegner aus D.C. in die Schranken wies. Selbstvertrauen ist der Grund, warum man sich nicht nur auf Amar’e Stoudemire verlassen muss, sondern als Team konsequent punktet.
Verratet es nicht weiter, aber die Knicks sind auf Platz 9 in Sachen Point Differential (+5) und Rebounding (!), auf Platz 11 im Scoring und auf Platz 7 in Defense!
Es war auch erneut die Bank, die keinen Bruch ins Spiel und teilweise sogar den nötigen Push brachte, um die Wizards kontinuierlich unter Druck zu setzen …. ihr merkt schon … „kontinuierlich“ ist mein Lieblingswort. Eine Komponente, die ich in dieser Saison von den Knicks sehen möchte – und bisher enttäuschen Sie mich nicht!
Aspekte, die ich nach dem Überraschungssieg gegen die Bulls ansprach wurden gegen D.C. weit besser umgesetzt – wie beispielsweise eine Entlastung für Amar’e. STAT konnte sich ruhig ins Spiel bringen und lieferte eine überzeugende Leistung ab.
In der ersten Halbzeit war es beispielsweise Ray Felton, der die Partie kontrollierte und immer wieder zum Korb zog. Sein Auge für Timy Moz brachte dem Russen endlich mal ein paar Erfolgserlebnisse (und uns einige Slams).

Mit dem Erfolg kommen die positiven Nebenprodukte. Vorbei ist die Kritik an D’Antoni in Bezug auf seine Einwechselpolitik und sein mangelnder Fokus auf die Defense. Douglas, Fields, Turiaf und Felton verpassen den „neuen“ Knicks auf einmal ein defensives Gesicht und die Entscheidung, Douglas und Chandler von der Bank zu bringen, bzw. Randolph (7 Rebounds & 2 Bocks) und Walker (9 Punkte) langsam an die Rotation zu führen scheinen zu fruchten.
Das Danilo Gallinari den Korb in Chicago nicht aus Versehen traf bewies er auch gestern. Sein Shooting Slump scheint vergessen, ebenfalls ein Nebenprodukt der Siege als Mannschaft.

Gegen die Philadelphia 76ers heute Nachmittag zur europafreundlichen Zeit soll die Siegesserie ausgebaut werden. Schafft man es, die Führungsspieler der Sixers genauso gut zu kontrollieren wie man es gestern gegen John Wall tat, dann sollte Sieg Numero 4 nichts im Weg stehen.
Philadelphia gewann erst eines Ihrer sechs Spiele und hat seine Identität unter dem neuen Coach Doug Collins noch nicht gefunden. Die Säulen der Mannschaft sind derzeit Elton Brand, der eigentlich schon klinisch tot war und die Guards Lou Williams und Jrue Holiday.
„Star“ Andre Igoudala wird der Mannschaft gegen New York im Madison Square Garden fehlen. Ob die Knicks davon profitieren können ist fraglich. Denn derzeit wirken die 76ers wie ein Team mit einem nicht ausbalancierten Kader. Mit dem Wegfall von Iggy könnte diese fehlende Balance kommen.
Der angesprochen Lou Williams war in den letzten Jahren immer ein Dorn im Auge der New Yorker.
Da besaßen die Knicks allerdings noch nicht diese neue Attitüde, die von den Spielern vorgelebt wird:

„We’re creating our own identity, making sure of our own destiny, we know what it takes to win and everyone’s on the same page.“ – Toney Douglas

„We’re playing well, we really are. We’re doing a great job defensively. That’s the most important factor for us right now, is to really key in defensively. Our offense is going to work itself out. Guys are slowly getting into their rhythm out there.“ – Amar’e Stoudemire

Wann haben wir Knicks Fans solche Sätze zuletzt vernommen? Heute Nachmittag soll daran angeknüpft werden, ich empfehle einzuschalten!


November 7th, 2010

2 Responses to “Game Recap: Washington @ New York … und ein Preview zum Spiel gegen die 76ers”

  1. razah sagt:

    Da hast Du endlich mal Grund völig optimistisch und euphorisch einen Artikel zu schreiben und schon verdaddeln die Jungs schon wieder unsere gute Laune. Was war da los, hab das Spiel nicht gesehen, aber Philly müsste man doch eigentlich schlagen, hmpf!



  2. Sebastian S. sagt:

    Tja da macht der liebe Toney Douglas in der Defense einen Fehler (unterläuft einen screen) und Holiday trifft dann den Dagger, ich ärgere mich über meinen Fantasy Trade und noch mehr darüber, dass die Knicks wieder einmal unnötig verloren haben (wie gegen Portland)

    Stat macht wichtige Freiwürfe nciht rein, er wirft soweiso verhältnismäßig schlecht dieses Jahr. Und da ist dsa spiel gelaufen. Das vierte Viertel war einfach nur unter aller Sau. Und für meinen Geschmack hat MDA Stat zu lange auf der Bank gelassen im 4.

    Die Defense war sehr sher gut aber eben nicht kontinuierlich ( 😀 ) sondern nur über stretches. Naja es ist noch eine junge Saison.

    Schade irgendwie, immer wenn wir gegner schlagen die wir nicht als Siege einplanen, verlieren wir 1 Tag später gegen Teams die wir schlagen sollten. Diese unkonstanz triebt mich in den Wahnsinn…



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