Melo-Drama 2.0

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Die New York Knicks befinden sich nach knapp 2 Dritteln der verkürzten Saison am falschen Ende eines freien Falls. Geprägt von kontinuierlichen Veränderungen im Kader und diversen Verletzungen, konnte das Team aus dem Big Apple noch nicht ein mal zum wesentlichen dieser ganzen Angelegenheit kommen …. Basketball spielen.
Die Verpflichtung Chandlers, die Billups-Amnestierung, Verletzungen, LinSanity und nun totales Chaos. So in etwa gestaltet sich die Saison bisher. Während des All Star Breaks sprachen alle von einem Aufwärtstrend, einer Aufholjagd und Trottel wie ich fragten nach der Chance auf den Division Titel. Habe ich es ge-jinxt oder sind die Knicks einfach zu einer kompletten Reality TV Show mutiert?
Die Niederlage in Chicago entfachte gestern und nun auch heute Nacht eine Welle an Hiobsbotschaften, die ganz behutsam und stetig die rostige Klinge zwischen unsere Rippen schiebt und mehrmals langsam umdreht.

Howard Beck von der New York Times eröffnete mit diesem gestrigen Bericht das Armageddon. Hierin prangert Beck im Grunde die Unfähigkeit von Melo und D’Antoni an, zusammenzuarbeiten. Während MDA von Anthony verlangt, im System zu agieren, sieht Melo sich falsch und ungerecht behandelt.
Die sich langsam auftuende Kluft zwischen Anthony und D’Antoni ist aufgrund der jüngsten Niederlagenserien und damit verbundenen Kritik an Carmelo Anthony unüberbrückbar groß.

Und auch wenn der Trainer in vielen Dingen falsche Ansätze verfolgt (Defense, Vorbereitung der Spieler, In-Game Coaching), so erhält er zumindest von einem Spieler ja auch keine Unterstützung für das, was er umsetzen möchte … dem wichtigsten Spieler. Diese … Bockigkeit … beeinflusst nun auch den Locker Room. Laut Beck entwickeln sich zwei Lager – Melo und alle anderen.

“All of us, every single player, has to buy into it, and give the coach a chance for his strategy to work,” Stoudemire said after Sunday’s loss to the Philadelphia 76ers. “If we don’t, then see what happens.” 

Die Spieler tolerieren Anthony’s Eskapaden auf und abseits des Feldes nicht mehr, kapitulieren auf dem Parkett, während der Stretch im Februar allen Involvierten gezeigt hat, dass die derzeitige Konstellation im Team keinen 20-Würfe-pro-Spiel Scorer benötigt. Die Knicks waren während seiner Abwesenheit ein Team … ein erfolgreiches Team. Die Statistiken und Gegenüberstellungen „mit/ohne Melo“ fliegen zur Genüge umher und Anthony scheint sich vor seiner Verantwortung zu drücken.

Daraufhin folgte nun auch die New York Post mit einem Exklusivbericht, welcher nicht nur die Differenzen zwischen No. 7 und dem Coach herausstellt, sondern auch gleich Anthony’s Vertrauensverlust an die gesamte Franchise. Die „Feinde“ seien zahlreich (genannt werden Grunwald und D’Antoni) und seine Meinung sei im Grunde unwichtig. Das System samt Forderung, sich unterzuordnen, die Medienschelte und schlussendlich auch die Niederlagen haben aus Carmelo Anthony einen unzufriedenen, schlecht agierenden und spielenden Knick gemacht, der laut des Berichts sogar einen Trade erwünscht.

Auch die so hoch gehandelte Freundschaft zwischen Stoudemire und Anthony sei in Realität eher klein. Amar’e unterstützte Melo’s Trade nach NY voll und ganz, musste dann jedoch hören, dass Melo ihn am liebsten für Chris Paul eingetauscht hätte.

Heute Nacht reihte sich dann auch ESPN Senior Writer Chris Broussard in diese Farce ein und vermeldet den Vertrauensverlust aller Spieler in den Coach. Hierbei berichten „Quellen“, dass die Spieler den Menschen D’Antoni mögen, das Vertrauen ihn seine Trainerfähigkeiten jedoch vollkommen verloren hätten.
Seine Unfähigkeit, das Talent im Kader a) zu erkennen und b) zu fördern sei der Grund, warum das Team nicht mehr zuhöre. Dass D’Antoni in der Offseason keinen neuen Vertrag bekäme sondern von Trainer Legende Phil Jackson ersetzt werde, sei im Grunde ein offenes Geheimnis.
Vielmehr seien die Spieler auch überzeugt, dass der Trainer die Hauptschuld an der Misere trage. Offensive wie auch defensive Taktiken seien nicht nachvollziehbar und wollen auch nicht mehr umgesetzt werden.

Laut Broussard ist die Mannschaft trotz Melo’s schlechter Körpersprache davon überzeugt, dass der Star „wolle“, doch selbst wenn er Defense spielt, würden Spieler wie Amar’e Stoudemire diese Anstrengungen aufgrund eigener Unzulänglichkeit torpedieren. Es sei also im Grunde ein Fehler der Mitspieler, vor allem aber des Coaches, Carmelo Anthony’s Spielweise nicht zu fördern, zu unterstützen und darauf zu vertrauen. Neben Melo sei es nun auch Baron Davis, der viel lieber die Offense durch STAT und Anthony laufen ließe, als das D’Antoni System umzusetzen – anders als beispielsweise Jeremy Lin.

In den letzten 24 Stunden ist ein Krieg entbrannt. Es ist ein Medien- und Marketingkrieg. Die Zeitungen berichten über Carmelo Anthony, die beginnende Unzufriedenheit und das zerschnittene Tischtuch zwischen No. 7 und seinen Mitspielern/seinem Coach. Broussard kontert mit einer Sichtweise, die D’Antoni ins Fadenkreuz nimmt und Melo’s Meinung auf ein Gros des Kaders „copy/pasted“.
Was ich gehört habe, so ist die Einflussnahme von CAA (Lebron, Melo, CP3 … you get it) darin groß. Chris Broussard (man munkelt) sei sogar eine Art Sprachrohr (siehe Le Decision, das Melo/Nets Drama) für die Agentur, die nun versuche, den medialen Schaden und das Echo von ihrem Klienten abzuwenden.

Was wir also erleben ist ein Kampf um die Macht. Die öffentliche Meinung verhärtet sich in der Ansicht gegenüber Anthony’s mangelnder Bereitschaft und Einsicht. Verdammt, das TEAM (auch mit STAT und ohne Melo) hat bewiesen, dass es gemeinsam spielen, siegen und vertrauen kann, während die Realität mit Carmelo zurück im Kader ausschaut wie ein Steven Seagal Film (post Jahrtausendwende).
Dass nun auch Lecks um die Mannschaft herum aufklaffen und mehr Insider Info an die Presse gerät, ist klar. Doch die Frage stellt sich nunmehr nicht, wem man glaubt, sondern ob man diese Situation akzeptieren möchte. Möchte man Spieler im Kader haben, die sich selbst größer einschätzen als den Verein, auf dem Parkett dies allerdings nicht widerspiegeln? Möchte man Egozentriker im Team, die vor jeder Herausforderung davonlaufen? Und vor allem, möchte man ein Umfeld, in welchem Manipulation und Einflussnahme in die sportlichen Belange an der Tagesordnung sind?
All diese Fragen müssen sich nicht nur die Fans stellen, sondern auch (und vor allem) James Dolan. Er hat die Tür des Gardens geöffnet und eine Gruppe hereingelassen, die den Charme und Nutzen einer Faschotruppe besitzt, die das Baumblütenfest in Werder infiltriert.

Und bei aller Kritik an Mike D’Antoni, seiner Philosophie und seinem System, so können wir eine derartige Entwicklung weder akzeptieren noch gutheißen. Eine Entwicklung, in der Agenturen die Kader der Teams in den großen Märkten nach ihren Ideen zusammenstellen und schlussendlich entscheiden, ob ein Coach nicht mehr passt … da er den Klienten nicht fördert. Mike D’Antoni ist derzeit der Trainer einer Mädchen-Eiskunstlauf-Mannschaft, Melo das bockige, verzogene Mädel und CAA die nach Erfolg lechzenden Eltern, die nicht verstehen können, dass ihr Tochter nicht in der ersten Reihe Piroutten tanzen darf.

Und dies in einer Saison, in der wir alle Liebe zum Kader gefunden haben, es keinerlei Trades bedurfte sondern wir nur hofften, dass die Spieler weiterhin offensiv furios agieren und sich defensiv reinhängen. „Wenn jetzt noch Melo zurückkommt …“.
Alle schimpfen über Amar’es Leistungsabfall und seine Unfähigkeit in der Defense. Doch Amar’e ist ein Star mit Charakter, Persönlichkeit und vor allem Loyalität. All dies spreche ich Carmelo Anthony noch nicht ab, doch muss er sich nun entscheiden, welchen Pfad er gehen möchte, bzw. wie man ihn in Erinnerung halten will.
Ordnet er sich unter? Ist er willig, das System zu spielen und daraus auch wieder zum Leader der Mannschaft zu werden (Stichwort: Das Spiel auf sich zukommen lassen)? Ist er ein Vorbild in der Defense, überbrückt die Meinungsverschiedenheiten mit dem Trainer und ist fokussiert auf den Erfolg?
Oder will er dieser Situation nur entfliehen bzw. Gegner aus dem Weg schaffen um seinen Willen durchzusetzen.

It’s Do O’Clock Melo … Zeit, sich wie ein Superstar zu verhalten. Du hast sicherlich Durant’s oder Rose’s Telefonnummer.

 

März 14th, 2012

26 Responses to “Melo-Drama 2.0”

  1. strucki sagt:

    wow wow wow mir wird schlecht…mal schauen was heut gegen Portland abgeht-die brauchen eh dringend einen Sieg..



  2. razah sagt:

    Bin gerade knapp dran, hab aber Dein Artikel schnell verschlungen. Klasse wie Du es wieder auf den Punkt bringst, wenn wir Dich nicht hätten.

    „Möchte man Spieler im Kader haben, die sich selbst größer einschätzen als den Verein, auf dem Parkett dies allerdings nicht widerspiegeln?“
    Klares Nein und wenn das offensichtlich wird, wie es gerade scheint, dann ist so ein Spieler für mich gestorben. Noch hat Melo die Wahl aber ich werde immer unsicherer ob er überhaupt in der Lage ist die richtige Entscheidung zu treffen.



  3. Knickson sagt:

    pro Melo
    pro Amare

    contra amerik. Presse
    contra Trainer
    contra irgendwelche Leute, welche was gehört haben

    Sehr geiler Artikel!

    Bevor ich nicht es nicht aus dem Mund von Anthony direkt in die Kamera höre und sehe bin ich noch sehr zurückhaltend mit solchen Artikeln. Meine Skepsis hat mir schon manches Mal Recht gegeben. Zurücklehnen und schaun was passiert.



  4. Knickson sagt:

    @razah: Meine Voraussage findest im anderen Artikel 🙂



  5. Knickson sagt:

    Carmelo Anthony’s agent, Leon Rose, shot down reports that his client wants the Knicks to trade him.

    “That’s total nonsense,” Rose the Daily News on Wednesday. “It’s not true. It’s laughable. All Carmelo is concerned about is how he can help the New York Knicks win games.”



  6. George sagt:

    Ich habe die Artikel auch mit Schrecken gelesen. Aber ich habe auch schon viel gelesen. Vieles, was sich später als ziemlicher Quatsch herausgestellt hat.

    Im Augenblick tendiere ich stark zu Knickson. Vielleicht ist Melo zurecht frustriert – wenn das auch nicht entschuldigen soll, dass er seinen Beruf gerade nur mäßig gut ausübt. Melo jetzt gehen zu lassen, und dann Dantoni (nach der Saison?) verabschieden und mit neuem Coach anfangen wären zwei Parameter, an denen man gleichzeitig schraubt. Dass das nicht die cleverste Idee ist wissen nicht nur Prof. Bunsen und der arme Beaker. Und die Wahrscheinlichkeit, dass wir den aktuellen Coach noch sehr lange sehen, halte ich für gering.

    Ach, ich habe keine Lust auf Melodrama. Vielleicht können wir Dantoni ja traden. 😉



  7. Lence Laroo sagt:

    Danke für den Artikel!

    Im Moment sieht es ja so aus als ob Knickson die richtige Taktik angewandt hat … ich lass mich da einfach immer zu schnell aus dem Gleichgewicht bringen durch solche Geschichten.

    Vielleicht hilft ja dieser ganze Aufschrei jetzt, um sich zusammen zu setzen und einen Weg zurück auf die Siegerstrasse zu finden.

    Übrigens auch ein sehr geiles Bild Rob 🙂



  8. Knickson sagt:

    check that: http://espn.go.com/new-york/nba/story/_/id/7685755/new-york-knicks-carmelo-anthony-denies-desire-trade-rift-coach

    „No, no, no, no. Let’s nip this in the bud right now. No,“ Anthony said after the Knicks‘ morning shoot around.

    „I don’t know where that came from. I’m tired of hearing it. It came out this morning from I guess an anonymous source. I’m tired of anonymous sources. I don’t want to be traded. I don’t know where that foolishness came from, so let’s put a cap on that and make this the last time I hear about that.“

    But Anthony called the report „nonsense,“ adding that he’s faced adversity throughout his career and „I’ve never ran from it and I’m not about to pick today to start running from it.“

    „I’ve only been here a year,“ Anthony added. „I don’t want to leave right now, so I’m here to stay.“

    „I don’t think that’s true at all,“ forward Amare Stoudemire said. „Melo loves the city of New York, he loves playing for the Knicks. So I don’t think that’s true at all.“

    —-> das Thema ist dann wohl vom Tisch.



  9. Knickson sagt:

    und das ist auch gut so. Anthony muss bleiben, trotzdem tut es natürlich gut dies von ihm direkt zu hören.



  10. Knickson sagt:

    „I’m human at the end of the day. If I say I don’t hear it or I don’t read it, I’d be lying to you guys,“ Anthony said. „I do hear it, I do read it. It gets frustrating at times to hear some of the stuff that’s being said about me, but at the end of the day what can I do about it? It’s a basketball game. I go out there and try to leave it all out there on the basketball court and my ultimate goal is to win basketball games. That’s one of the reasons why I came here, why I wanted to come here.“



  11. razah sagt:

    Machs gut Pringles!



  12. George sagt:

    Danke für den Link und die Zitate, Knickson. Ich habe zwar auch schon Leute Dinge sagen hören wie „die Rente ist sicher“, aber soetwas muss hier ja auch gar nicht der Fall sein.

    Wie sehr die Berichterstattung, also wie sehr die verfassten Texte in der Presse auseinander gehen zeigen zwei Details: in eine secret source sagte, dass Melo Lin auf dem Feld disst, er nicht auf ihn eingeht und sich stellenweise sogar wegdreht, wenn Lin mit ihm reden will. Eine andere source sagte, dass Lin der einzige Spieler ist, mit dem Melo sich im Team wirklich verbunden fühlt und sich selbst als ein OakCity2.0-Duo mit Lin vorstellen könnte.

    Was unter dem berühmten Strich bleibt ist: Eastern Conference, 9th spot: NY Knicks. DAS muss sich ändern. (Vielleicht versauen sich die Bucks mit dem gerade gemachten Deal ja den achten Platz selbst, weil sich Ellis, Udoh und Brown ja auch erstmal in Milwaukee einleben müssen. Been there, done that.)



  13. Knickson sagt:

    Danke trotz allem für deine Arbeit, ciao D’Antoni! Hätte ich nicht erwartet…



  14. Knickson sagt:

    Zum guten Glück ist Woodson nur Interimstrainer…



  15. Knickson sagt:

    @George: Hatte den selben Gedanken wie du, vielleicht läufst nach dem Trade nicht mehr so rund bei den Bucks… Ein Ellis und ein Jennings im Team, das birgt zumindest Konfliktpotential…



  16. George sagt:

    Krass. Dass es so schnell ging hätte ich nicht gedacht. Hier ist der Link von ESPN New York.
    http://espn.go.com/new-york/nba/story/_/id/7686638/new-york-knicks-coach-mike-dantoni-resigns



  17. Knickson sagt:

    Keine Ahnung von wo das Gefühl kommt, aber irgendwie tut mir D’Antoni Leid. Rein vom Typ her mag ich ihn sehr. Und dass er seine Philo (wenn auch erfolglos) durchgezogen hat finde ich respektabel, wenn es zugleich auch stur ist/war.



  18. Lence Laroo sagt:

    Dass es jetzt doch so schnell geht, hätte ich auch nicht erwartet … es scheint so als ob die Medien Pringles den Rest gegeben haben. Bin gespannt auf die sportliche Reaktion der Mannschaft heute.

    Schon irgendwie verrückt und masochistisch, da vermissen oder bemitleiden wir Jemanden, den wir (also ich zumindest) Jahre lang für sein System und die mangelnde D verflucht haben. Aber trotzdem no shots, alles Gute Mike!



  19. George sagt:

    Der beste Kommentar drüben im Knicksblog zu deinem Gedanken ist: „BetDantoni coaches the Clippers next year and they win a championship“.

    Bester Kommentar zur Erleichterungshaltung: „There is a God. And he’s a Knicks fan.“

    Ich habe keine Ahnung wie sich die Situation vorallem angesichts des Zeitpunktes und der prekären Plazierung derzeit entwickeln wird, aber im Augenblick habe ich das Gefühl, dass nach einem langen, zähen Verlauf endlich wieder ein spannender und unerwarteter Plot-Twist in meine Lieblingsserie geschrieben wurde. Auch wenn es vermutlich nur einen minimalen Einfluss auf das heutige Spiel haben wird, freu ich mich irre das morgen beim Frühstück zu schauen.

    Wir werden sehen. Geduld. Zen. Comes time, comes Phil. 🙂



  20. Sheed sagt:

    passt auf, die knicks gewinnen heute nacht und melo knallt ein bomben spiel hin! *diehoffnungstirbtzuletzt*



  21. Old Pat sagt:

    Phil kommt garantiert. Die Storyline dafür ist einfach zu gut, um sie ungenutzt zu lassen. Ich meine gehört zu haben, dass Phil Jackson immer schon nach NY wollte, weil er für die Knicks gespielt hat und mit ihnen Meister wurde. Da würde sich sozusagen der Kreis schließen. Falls Woodson die Playoffs schafft, kann er ja wieder Assistent werden. Naja, dann schauen wir mal wie es sich hoffentlich!!! ohne angezogene Handbremse spielt. D’Antoni hat mich immer irgendwie an Van Gaal erinnert. Zwar ist Mike um einiges sympathischer, aber auch er hat nicht begriffen wert auf die D zu legen und sein System stur durchgezogen.



  22. KarriereKnick sagt:

    Ich verfolge diesen Blog schon seit über einem Jahr und finde eure Knicksfankultur echt klasse. Nicht zuletzt wegen dieses Blogs interessiere ich mich besonders für die Knicks und nicht nur schnöde für die „Gesamt-NBA“. Jetzt allerdings sehe ich mich genötigt, mein ewiges Schweigen zu brechen;
    Der Vergleich von D’Antoni und van Gaal ist ganz gut, finde ich. Ein alter Querkopf, der unumstritten ein guter Trainer ist, aber auch unglaublich viel Angriffsfläche bietet.
    Zerfleischt mich nicht, aber ich hätte lieber gesehen, dass man Carmelo Anthony vom Hof jagt und mit dem Trainergespann weitermacht. Anthony scheint charakterlich nicht der einfachste Fall zu sein, das war schon in Denver bekannt. Davon abgesehen ist er natürlich ein Riesenspieler, das kann man einfach nicht anzweifeln. Trotzdem finde ich es nicht so schön, den Konflikt zu beenden, indem man den Papa opfert und dem Kind sein Spielzeug (den Ball, ha ha) zurückgibt. Ich bin mir bewusst, dass ich mit dieser Ansicht, die dem Tenor des Forums widerspricht, genausoviel Angriffsfläche biete wie van’Toni. Ich hoffe auch, dass ich Unrecht habe und bei den Knicks jetzt Ruhe einkehrt. Aber ich kann mir diesen Satz irgendwie selbst nicht glauben…

    Davon abgesehen teile ich eure Hoffnung, dass die Bucks sich mit dem Trade ein Ei ins Nest gelegt haben. Diese Hoffnung ist aber, mit Vernunft betrachtet, utopisch. Milwaukee hat seinen Müll quasi perfekt recycelt und steht so da, als wäre Michael Redd nie verletzt gewesen. Aber vielleicht stolpern sie ja auch ein wenig über ihre eigenen Füße. Warum eigentlich sollen das nur die Knicks können? Das sehe ich nicht so ganz ein. In diesem Sinne;
    GO ON KNICKS!!! (Die Playoffs warten)



  23. Knickson sagt:

    @KarrierKnick: Schön, hast du dein Schweigen gebrochen 😉 Bezüglicher deiner Aussage „Anthony scheint charakterlich nicht der einfachste Fall zu sein, das war schon in Denver bekannt.“—> meine Gegenfrage: Welcher der wirklich grossen ist denn charakterlich wirklich einfach? Kobe? Howard? Wade? Rondo? LeBron? Für viele sind Spieler, welche ihre Meinung äussern und mit dieser auch mal quer stehen schnell „charakterlich-schwierige“-Typen. Ich seh das überhaupt nicht so: Im Gegenteil, für mich macht dies auch ein grosser Spieler aus, dass er denkt, mal aneckt, seine Gedanken mitteilt, Verantwortung übernimmt. Und so seh ich dies auch bei Anthony. Soweit meine Meinung.

    Den van Gaal unterschreib ich so!



  24. Jan sagt:

    1. Extrem geiles Bild Rob! N Bienchen für die Fleißarbeit…

    2. Auch wenn mans vielleicht hätte kommen sehen müssen…trotzdem SHOCKING NEWS! Mike D´Antoni geht von sich aus.

    Mike D´Antonis Abschiedsgeschenk an Mike Woodson war vor dem Spiel gegen Portland zu gehen. Die Blazers waren in dem Spiel ja mal sowas von schlecht – da frag ich mich wie die auf 20 Siege kommen…immerhin 1 mehr als wir haben.

    Ich weiss nich, ich hab n mieses Gefühl bei der ganzen Sache. Mike schätze ich so ein das er nur dann geht wenn er einen Kampf nicht gewinnen kann (evtl weil er von vornehrein unfair ist?), oder wenn er denkt dass das wirklich das Beste für das Team ist. Hoffen wir das letzteres der Fall ist…

    Rob, ich bin sicher du wirst dem Ganzen auf den Grund gehen…freue mich auf deinen Artikel!



  25. George sagt:

    S.C.H.M.I.D.T.
    Schön, dass das Spiel zu Hause war.
    Schön, dass es ein willkommener Gegener für Woodsons Einstieg war.
    Schön zu sehen, wie das Team irgendwie befreit wirkte.
    Schön zu sehen, dass die Jungs wieder mal Lächeln.

    Aber die Bucks haben auch gewonnen und die Zeit wird knapp.



  26. Knickson sagt:

    Ach Knicksy, was machen wir nur mit dir?!



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