Neue Serie: Knicks 2010 – Teil 1

Knicks 2010_1

Ich werde langsam nervös. Ich merke das seit einer Weile. Was sind die Symptome? Das Thema New York Knicks schleicht sich in jede Facette meines Alltags ein.

  • Das Fehlen meiner Lieblingsnudeln im Supermarkt lässt mich überreagieren und ich sage verzweifelt zu mir selbst „Und Lebron wird auch nicht kommen“ … an dieser Stelle muss ich sagen, dass ich schwangere Frauen nun endlich verstehen kann. Solch ein Ereignis kann einen emotional schon ganz schön aus der Bahn werfen.
  • Während des kochens gebe ich den Zutaten für die Mahlzeit (laut) Spielernamen … „Das Chris-Bosh-Spezialgewürz“ … „Die Lebron-Cherrytomaten“ … „Und nun die Gallinari-Nudeln ins kochende Wasser
  • Ich bin abends unterwegs und lege bei Frauen die selben Maßstäbe an wie bei den Max Free Agents („Sieht gut aus, athletisch … aber ein Bad Character)

Kurzum, mein Leben driftet in ein rein sportliches Interesse ab – mit kurzen Ausflügen Richtung Champions League Finale (FORZA INTER!!!!) und natürlich der WM.

Darum habe ich mich entschieden, eine kleine Serie zu starten – mehrere Artikel zum Thema Knicks 2010. Noch 40 Tage bis zum Start der Free Agency.
Darum springen wir gleich in den:

JUNI

Der Juni ist primär durch die Finals beeinflusst, dennoch wird das Thema Free Agency nicht leiser und gemeinsam mit dem Draft Combine die Bühne übernehmen, wenn der neue Champion gekührt ist. Welche Marschroute sollten die Knicks also im Juni verfolgen:

Gelassen & zurückhaltend bleiben

Ich bewundere Donnie Walsh für seine generelle Haltung zu dieser Situation. Denn während Fans und Medien geradezu darum betteln, Lebron in New York zu sehen, bleibt der President of Basketball Operations ruhig und präzise. Weder in Interviews noch Artikeln verlässt Walsh seine Linie – spricht vom Ziel, ein Team aufzubauen und nicht eine bestimmte Person um jeden Preis haben zu wollen.

Die Frage, ob es eine schöne Situation sei, dass New York kollektiv auf Knien rutsche um James zu bezirzen habe ich ja bereits aufgeworfen. Verliert man das Rennen um LBJ, geht man mit der jetzigen Einstellung wenigstens erhobenen Hauptes hinaus. 40 Tage muss man also nun noch das mediale Geseier durchhalten, bis der Monat der Fakten beginnt.

Draft

Die nahende Free Agency ist jedoch nicht das einzige Feld, in dem die Knicks tätig sein werden. In dieser Woche begann der Draft Combine, eine Art Trainingslager, in dem die Talente der Nation beobachtet und getestet werden. Neben dem eigenen Draft Camp ist dies für alle 30 Teams ein guter Zeitpunkt, um die jungen Spieler zu scouten und vielleicht genau dass du finden, was man sucht.

New York wird in diesem Jahr 2 Picks in der zweiten Runde des Drafts besitzen (Nummer 38 & 39). Wenn ich eines aus dem letzten Jahr gelernt habe, dann dass es keinen schwachen Draft gibt. Ausnahmetalente gibt es vielleicht nur eine Hand voll, es ist jedoch immer wieder realistisch, auch tief im Draft noch tolle Spieler zu ergattern. Der nächste Artikel meiner Serie Knicks 2010 wird sich um mögliche Picks kümmern und en detail beleuchten.

Eine weitere Alternative ist der so genannte „Toney-Douglas-Buy-In“ – Weg. Im letzten Jahr gab Walsh $3.0 Millionen für den Pick der Lakers aus – dieses Jahr wäre ein ähnliches Szenario auch möglich … neben der Option, sich nach weiter oben zu traden. Eine Analyse der Teams, die seit der Lottery etwas schlecht drauf sind und Ihren Pick vielleicht abgeben würden folgt ebenfalls.

Upgrades

Die Geister scheiden sich derzeit noch an Eddy Curry’s Vertrag. Sollte man Ihn zur Draft Nacht abgeben oder die Trade Deadline abwarten bzw. seinen Contract einfach aussetzen? Eine schnelle Entscheidung würde ich nur dann bevorzugen, wenn es massives Talent als Gegenleistung gibt (Draft Pick oder Spieler).
Ansonsten würde ich Curry nicht des Abgebens willen abgeben. Gerüchte besagen zudem, dass Lebron James wohl Kontakt zu Curry aufgenommen habe mit der Frage, ob ein gemeinsamer Workout im Sommer gewollt ist. Curry und James haben den gleichen Agenten – Raum für Spekulationen zum Motiv bleibt.

Soviel für den ersten Teil dieser Serie. Stay tuned für Teil 2.

Mai 21st, 2010

6 Responses to “Neue Serie: Knicks 2010 – Teil 1”

  1. shuttlesworth sagt:

    „Sieht gut aus, athletisch … aber ein Bad Character“

    ein toller artikel und die situationen aus deinem alltag – perfekt!!!



  2. razah sagt:

    Hihi, mußte echt ein paarmal lachen über Deine Schilderungen. Ich bin aber mittlerweile nicht mehr so hin und hergerissen, sondern denke mir das alles was im Sommer passiert für was gut ist. Ich rede mir jede Situation einfach schön, vor allem die Szenarien ohne Lebron, dann kann man ihn nämlich schön hassen, wenn er gegen unsere Knicks spielt und wenn wir dann auch ne gute Truppe haben, wird es genial wenn wir gewinnen.
    Allerdings ist mir natürlich die Variante mit ihm doch lieber, wobei ich echt hoffe, das wir passend zu ihm Spielertypen bekommen die Knickstypisch sind. Eine Lebrononlyshow wie sie in Cleveland läuft würde mir in NY nicht gefallen. Meiner Meinung nach darf kein Spieler größer sein als das Team, als die Knicks, deshalb nervt mich auch das Gebettel einiger Fans um ihm.
    Auf jedenfalls freue ich mich auf die nächsten 2 Monate und Deine Artikel, es wird spannend werden.
    Im übrigen bin ich im Gegensatz zu Artikelschreibern von diversen amerikanischen Knicksblog, sehr froh das der jetzige Netseigentümer die Knicks nicht kaufen konnte. Auch wenn er selber Basketball spielt und sicher Ahnung von dem SPiel hat, gefällt mir sein Weltherrschaftsgetue überhaupt nicht. Schon alleine die „subtile“ Art und Weise wie er davon redet die Knicks bedeutungslos zu machen finde ich dermaßen daneben. Ich hoffe er verliert schnell den Spaß an seinen neuem Team, der Lotteriepick war schon mal ein schöner Anfang.^^ Im Grunde habe ich ja nichts gegen ein gutes NEtsteam, Rivalität ist ja was Feines im Sport, aber ich denke der Typ versteht das nicht. Naja wahrscheinlich basieren seine Milliarden auf Geschäfte, in dem man andere kaputt macht oder verdrängt.



  3. Arndt sagt:

    haha, sooooo gut die einleitung hier. du bist positiv verrückt 😉



  4. razah sagt:

    Ich habe mir heute mal seit langem mal wieder die Basket gekauft und hab sie nach dem Lesen über die Free Agency 2010 gleich wieder ins Altpapier geschmissen. Bitte Robert schreib Du doch bitte für diese Idioten die Berichte die unsere Knicks betreffen. Nicht nur das man in jeder Zeile denen ihre Abneigung gegenüber den Knicks verspührt, das ist ja man eh schon seit Bestehen der Zeitschrift gewohnt. Nein, es ist auch noch alles sauschlecht recherchiert und alles was eigentlich Vorteile sind, werden auf geradezu megaoberflächliche Art und Weise umgedreht und zerissen. Ich war echt zum ersten Mal in Versuchung einen comment dazu an Basket zu schicken, aber letzendlich hab ich mir dann doch gesagt: Who gives a Fuck auf deren Meinung.



  5. Robert Jerzy sagt:

    Hey Razah,

    also erstmal vielen Dank für deine tollen Worte 🙂 Mit der Basket (und allen anderen offiziellen Magazinen) ist das halt so eine Sache – ich als Blogger kann natürlich schreiben wie ich will … die Jungs bei der Basket müssen allgemein verständlich schreiben.
    Mein Stil kam bei den Lesern des Pick&Rob Blogs ja auch nicht sooo gut an – plus, die Jungs müssen ja Objektivität wahren ….

    Aber die Abneigung gegen New York ist mir (vor Allem bei ESPN) auch aufgefallen – das liegt vielleicht daran, dass die Knicks in den 90ern einfach fies waren und Sie niemand mochte – als Sie dann in den 2000ern schlecht wurden, freuten sich die Kritiker … ist eben so.
    Aber ganz ehrlich, mit D’Antoni und einem oder zwei Stars werden die Knicks das neue Phoenix oder Orlando. Attraktiver Basketball …. und wenn man Erfolg hat wird man schnell sexy … schau dir Memphis, OKC und Milwaukee an …

    Wir können stolz auf uns sein da wir Fans sind, die durch dick und dünn gehen – uns kann man nicht vorwerfen wir wären Bandwagoner …

    🙂



  6. Arndt sagt:

    das kann man euch wirklich nicht. hehe.



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