Quick Shots

Quick Shots

Die Knickerbocker Welt wurde in dieser Woche durch die personellen Entscheidungen des Managements erneut stark erschüttert. Hatte man sich gerade an die neuen Gesichter in der Mannschaft gewöhnt und in seiner eigenen 2k11 Franchise einen Platz in der Rotation für Corey Brewer gefunden, da ist das von mir ernannte „Dark Horse of the Trade“ schon wieder weg.
Pünktlich zur Deadline taten die Knicks ihre Due Diligence und machten in Ihrem 15 Mann Roster Platz. Dies jedoch in einer Art, die die meisten Fans nur kopfschüttelnd zurückließ. Fragwürdig entschied Donnie Walsh, den Ex-Gator Corey Brewer und langzeitverletzten Kelenna Azubuike aus dem Kader zu streichen. Warum es gerade diese beiden trifft und nicht Spieler wie Roger Mason oder Andy Rautins ist auf den ersten Blick nicht erklärbar.

Mit diesen beiden Entscheidungen schaffte man Raum für zwei neue Spieler, von denen man glaubt, sie könnten der Mannschaft im Kampf um die Playoffs einen größeren Dienst erweisen. Zunächst muss man das Gesamtkonzept begutachten, wenn man die Hoffnung haben will, diese Entscheidung zu verstehen. In den wenigen Tagen, in den Brewer zum Team gehörte, wurde er vom Coaching Staff (anscheinend) für nicht passend befunden. Seine Vita stuft den ‚6‘9 Swingman als guten Perimeterverteidiger mit unkonstantem Wurf ein. Seine Spielweise und die Positionsbestimmung passte nicht ins D’Antoni Konzept, der a) gern eine kleine Rotation spielen lässt und b) in Fields, Walker, Melo und Shawne Williams weit effektivere Alternativen sieht.
Wie es sich derzeit herausstellt, war diese Entscheidung also eher eine politische, wollte man Brewer die Chance geben, bei einem anderen Team anzuheuern und dort mehr Spielzeit zu haben. Corey Brewer befindet sich im Wilson Chandler Jahr, bedeutet, man hätte ihm ein Qualifying Offer in Höhe von $5 Millionen machen müssen. Da dies nicht in den Plänen der Knicks ist, hat man ihn gehen lassen. Auch wenn die Knicks nur so in Geld schwimmen, die finanzielle Komponente (auch im Vergleich zu Mason Jr) spielt eine Rolle. Der Flurfunk sagt zudem aus, dass die Knicks kurz nach dem Blockbuster Trade bereits fleißig versuchten, Brewer für einen Pick zu tauschen.

Kelenna Azubuike war das zweite Opfer des Cuts. Mehrere Male war er „kurz davor, zurückzukommen“. Seine Vertragsauflösung beweist, dass jene Kommentare wohl ebenfalls pure Politik waren, in der Hoffnung ihn in irgendeinem Trade unterbringen zu können. Azubuike ist seit einigen Monaten im Training, konnte allerdings leistungstechnisch zu seinen Kollegen aufschließen. Resümierend ist es wirklich schade, dass man aus dem David Lee Trade nicht mehr herausholen konnte.
Ronny Turiaf’s Rolle ist nicht so groß, wie wir alle hofften, Azubuike hat nie gespielt … wenigstens war Anthony Randolph ein Puzzlestück im Melo Trade.

Den Platz der beiden abgegebenen Spieler nehmen Rückkehrer Jared Jeffries und Ex-Bobcat Derrick Brown ein. Derrick Brown ist definitiv ein Beleg dafür, ob man ein NBA Kenner ist oder nicht. Brown war unter der Egiede von Larry Brwon in Charlotte ständiges Mitglied der Rotation. In den Matchups mit New York stach er stets mit seinem Engagement heraus. Der ‚6‘8 Forward aus Xavier könnte ein Banger unter dem Korb sein. Seine Verpflichtung ist definitiv ein Steal.
Und ein Trade Corey Brewer <> Derrick Brown würde wohl keinen Verlierer finden. Brown ist in seinem zweiten Jahr und besitzt einen sehr günstigen Vertrag. Keine schlechte Entscheidung des Front Office.
Jared Jeffries zurückzuholen ist ebenfalls eine verständliche und vernünftige Entscheidung. Wäre sein Vertrag in den letzten Jahren auch nicht so massiv gewesen, Knicks Fans hätten Ihn gern behalten. Jeffries kennt das System der Knicks sehr gut, seine Eigenschaften als Spieler sind in der Defense und dem Teamwork zu finden. JJ wurde zudem von D’Antoni als Defensivspezialist eingesetzt, der multiple Positionen verteidigen kann.
Ob Brown und und Jeffries jedoch die Sollbruchstellen „Centerposition“ und „Rebounding“ kitten können bleibt zunächst abzuwarten.

Legt man beide Transaktionen nun nebeneinander, bleibt trotzdem ein fader Beigeschmack bei dem Gedanken, ein Asset wie Corey Brewer gehen zu lassen. Hätte man ihn nicht halten sollen (auch wenn er keine Spielzeit erhält), statt ihm Mason Jr gehen lassen und Brown/Jeffries holen?
In einer Welt, in der die Knicks nicht von Mike D’Antoni ge-coached werden sicherlich …

März 2nd, 2011

2 Responses to “Quick Shots”

  1. Jan Schaknowski sagt:

    Vom rein sportlichen Aspekt her iss Corey Brewer bestimmt besser als Roger Mason Jr oder Andy Rautins, aber er wollte wohl zu einem Team wo er regelmäßig spielt, und das wäre in NY nicht der Fall gewesen. Und man darf Leute wie Rautins oder Mason Jr nicht einfach untern Teppich kehren. Sie sind bei jeder Trainingseinheit voll dabei und wären jederzeit bereint wenn sich jemand verletzen sollte. Und „mucken“ dennoch nicht auf wenn sie nicht spielen. Solche Spieler braucht auch jedes Team, genauso wie die JJ´s und Turiafs, und die Amare´s und Melos. Ich kann die moves auf jeden Fall verstehen, sie richten den Blick schon Richtung Playoffs…

    Schade isses das Kelenna nie ne Chance hatte, hätte ihn gerne mal n paar Minuten gesehen.

    Schönes Spiel gegen New Orleans, aber sind die wirklich so schlecht? CP3 iss wohl seit einiger Zeit ausser Form nach starkem Saisonauftakt, und das Team kollektiv im Slump. Ausser Jarett Jack war da keiner annähernd in Form. War aber gar nicht so verkehrt, so konnte Mike die „Bank mal auskehren“, und allen n paar Minuten schenken. Fürs Teambuilding sind solche Gesten extrem wichtig. Aber eine Sache hab ich dann doch noch gefunden die mir nich gefallen hat: 13/20 an der Linie 😉 … als Coach muss man ja immer was finden was besser werden kann… 😉



  2. razah sagt:

    Ich war ja auch erstaunt warum Brewer gehen musste, aber als Fan sieht man halt meistens nur die Games und vergisst oft, dass einige Spieler auch einfach wichtig sind fürs Training, für die Chemie. Dies wird wohl so mit Roger Mason sein und wie Rob schon im Artikel über das Hornetsspiel geschrieben hat, dass Roger wohl ein sehr vorbilder Profi sein muß und auch in der Hinsicht wichtig fürs Team, vor allem für die jungen Spieler dienen kann.
    Vertragtechnisch gesehen, macht dann der waive von Brewer auch Sinn, bloß schade das man nicht noch einen Pick für ihn bekommen hat.



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