Too Green

*And BOOM, there goes the winning streak* …

„There were a lot of toos out there,“ New York coach Mike D’Antoni said. „They were too big, too quick, too good, and the road trip a little too long.“

Na ja …

Nach drei Minuten sah man in den Gesichtern der Spieler einen Ausdruck, der ganz deutlich an die Kanonenfutter-Schauspieler aus Kampfsportfilmen der 80er & 90er Jahre erinnerte. Die Knicks hatten eigentlich nie eine Chance in diesem Spiel – nicht aber weil die Celtics so gut waren, sondern weil die Mannschaft selbst sich früh aufgab und zusammenrollte. Im Umkehrschluss sah Boston dann aus wie der Hulk, ging über die großen Leute und tütete die Partie zur Halbzeit ein.

Ohne Defense im Gepäck nach Boston zu reisen ist wie der Popcorn Trick … ohne Popcorn. Gestern Abend nach dem Training wehrte ich mich noch gegen Max‘ Kritik an Gallos Defense – heute Nacht hätte selbst ich gegen den Italiener Backdoor gehen können.

Wenn dann auch noch Brian Scalabrine auf der Inactive List ist (wohl aus guten Gründen …), dann ist der Abend eigentlich schon gelaufen. Zwei Spieler möchte ich dennoch hervorheben:

David Lee, der ein statistisch gutes Spiel machte und mit seinen Teamkollegen viel diskutierte und deren Lapsuus in der Defense anprangerte – nur um dann selber zuzuschauen, wie Kendrick Perkins uncontested layups verwertet – und Toney Douglas, der seine leicht schwache Quote von 5-13 aus dem Feld durch gute Defense und starken Einsatz egalisierte. TD hatte neben seinen 11 Punkten auch 7 Rebounds, 3 Assists und 3 Steals.

Seine Premiere im Knicks Trikot feierte gesten auch J.R. Giddens, ein weiterer Teil des Nate Robinson Trades. Giddens Wurfauswahl war ab und an zwar zweifelhaft, dennoch wirkte er aktiv in Offense und Defense und wird uns Fans bestimmt den einen oder anderen heiteren Moment verschaffen.

Die nicht vorhandene Defense und Ineffektivität, große Leute in der Zone zu stoppen waren die ausschlaggebenden Faktoren. Hätte ein Paul Pierce trotzdem 29 Punkte gemacht, wenn Wilson Chandler Ihn verteidigt hätte? Müßig darüber nachzudenken.

Wenn man von Beginn an nicht an einen Sieg glaubt, dann wirds auch nix.

März 18th, 2010

6 Responses to “Too Green”

  1. Knickson sagt:

    Habe gerade nen Artikel gelesen bezüglich nächstem Sommer/ LBJ und wollte euch das Frühlingsgefühl (inkl sabbern) von der „Die Dream-Team-Variante“ nicht vorenthalten:
    http://www.spox.com/de/sport/ussport/nba/1003/Artikel/lebron-james-free-agent-new-york-knicks-madison-square-garden-donnie-walsh-tracy-mcgrady-dwyane-wade-jeff-van-gundy.html

    Natürlich ist es nicht sonderlich realistisch, aber zaubert bestimmt jedem Knickerbocker-Fan ein Lächeln ins Gesicht… 😉 Ist als ob man frisch verliebt wäre.. haha

    @Robert: Entschuldige meinen Themenwechsel, ich wollte mit diesem Kommentar deinen Artikel nicht abwerten, ignonieren oder so, dachte nur, dann sehen die meisten meinen Kommentar.



  2. Robert sagt:

    Also hör mal 🙂 hier muss sich keiner entschuldigen … freue mich über jeden Kommentar, jede Meinung und jede Info die von Euch kommt.

    Also: Good find!

    🙂



  3. Emre sagt:

    @Knickson
    Interessanter Artikel. Vor allem dieser Satz beschreibt was dort vor sich gegangen ist:
    „In den Augen vieler Fans hat Isiah Thomas in seiner Rolle als George Bush der Knicks alles kaputt gemacht, was Donnie Walsh als Barack Obama nun alles wieder aufbauen muss. Ein Vergleich, der die Situation durchaus zutreffend beschreibt.“

    Ich äußere mich mal nicht zu den Varianten und ich denke Robert verkraftet das, denn ich denke, wenn keine Kommentare zu seinen Artikeln kommen, dann gibt es einfach mal nichts zu sagen, weil sein Text alles beinhaltet….auch mal etwas schönes..



  4. Knickson sagt:

    Da haste wohl Recht. Ich dachte, dass ihn mein Kommentar in Depressionen stürzen würde, sondern eher wollte ich dem Verfasser und dem Artikel mit dieser Anmerkung Respekt zollen.

    Der Satz ist ein umgemein treffender Vergleich, ausser vielleicht, dass George Bush ein ganzes Land (mit allem was dazu gehört: Wirtschaft, Gesundheitssystem (nicht dass diess je mal gut war..), Bildungswesen, aussenpolitische Kontakte, globale Verträge usw) in den Ruin trieb, wobei Thomy „nur“ die Basketballwelt in NYC zu Grund richtete… 😉
    Barack O’Antoni!!



  5. Knickson sagt:

    (ein „nicht“ habe ich noch vergessen… natürlich treibt es ihn NICHT in eine Depression..)



  6. Jan Schaknowski sagt:

    …ja, sehr schön zu lesen der Artikel, und beim Gedanken an das mögliche Dream Team schlägt garantiert bei allen von uns das Herz gleich doppelt so schnell.
    Ich glaube der Tenor des Artikels stimmt schon, die Knicks sind in der besten Position seit ca. 8-9 Jahren. Und die wird Donnie zu nutzen wissen, da gehe ich fest von aus. Selbst wenn keiner der großen nach NY kommt. Was aber nicht passieren wird!

    Schaut heut einer gegen Philly live?



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