Welcome to New Jersey … NOT?

Welcome2NJ

„I would do a lot to get laid … but I am not going to New Jersey!“ –  Ted Mosby.

Das Melodrama geht in seine 17. Runde und mittlerweile umfasst es beinahe die Hälfte aller Spieler in dieser Liga. Jeder Bericht wird von einem noch neueren Bericht getoppt, der noch mehr Spieler in dieses schwarze Loch Namens Blockbuster Trade zieht.
Mittlerweile sind die Denver Nuggets sehr dreist geworden. Spätestens, als der Name Al Harrington in diesem Szenario auftauchte, hätte Prokhorov eigentlich das Atom U-Boot zurück nach Moskau buchen müssen. Andererseits ist er es wahrscheinlich auch gewohnt, dass in seinen Geschäften einige tote Körper den Standort wechseln … also nimmt man neben dem katatonischen Rip Hamilton auch noch Harrington.
Ein tolles Team ist das dann zweifelsohne … Melo zusammen mit Billups (der da gar nicht sein will), Rip Hamilton (für alle die sich fragen, wofür sein Vorname steht: Rest In Piece) und Turt-Al. Dazu dann Brook Lopez, der seltener eine 10 Rebound Nacht hat als ich eine 10-Punkte Frau, ein Maxed Out Salary Cap und keine Draft Picks.

Viel schlimmer als der drohende Verlust eines potenziellen Game Changers für die Knicks ist allerdings die Lage, in der sich die Liga selbst derzeit befindet. Potenzielle Trades werden mittlerweile in aller Öffentlichkeit ausgeweidet. In gewisser Weise erinnert mich das an einen Marktplatz in Südeuropa, bei welchem die Händler rausschreien, was Sie zu welchem Preis anbieten.
Wo ist die Zeit nur hin, in der man journalistische Analysen zu lesen bekam, in denen überlegt(!) und begründet(!) wurde, warum Spieler X ins Team passen würde. Die Verschmelzung von Informationen und Sensationsberichterstattung hält uns stündlich auf Trab und so lesen wir neuerlich Wiederbelebung der New Yorker Chancen, Mister Anthony an den Ort zu holen, an den er so gern möchte.

Hierbei ist jedoch klar – sofern die Knicks überhaupt in der Diskussion sind – dass Donnie Walsh nicht in die Schublade „um jeden Preis“ greift. Ähnlich wie bei einem Menschenhändlerring ist das Business in der NBA sehr gefährlich. Um sein Ziel zu erreichen (Carmelo), muss man einiges investieren – aber gerade nur so viel, dass man zumindest noch ein Shirt zum wechseln hat. Seine Freiheit, seinen Asuweis und seine ganze Kohle abzugeben ist sicherlich nicht der richtige Weg.
Also wird unser Weg zur Trading Deadline gepflastert sein mit Gerüchten .. gestern Abend war es ein Trade zwischen den Knicks, Grizzlies und Nuggets, seit ein paar Minuten scheint der Nets, Pistons, Nuggets Deal kommende Woche durch zu gehen.

Jetzt mal ehrlich … warum sollte Carmelo Anthony seine Karriere in New Jersey fortsetzen wollen? Allein des Geldes wegen? Dies wäre der einzige Grund. Denn wie Bill Simmons in seinem aktuellen Artikel beschreibt, ist Jersey, auch nach dem Umzug nach Brooklyn die Kloe Kardashian in der Familie.
Neben den Knicks, die eine fulminante Wiederbelebung erfahren, wären die Nets nur „das andere Team aus New York“. Zudem würde sich Carmelos sportliche Situation in keinem Fall verbessern. Denver – sofern halbwegs gesund – ist ein Playoffkandidat (mehr aber auch nicht) – Jersey … drücken wir es mal freundlich aus … der Draft Pick in 2011 ist ziemlich gut … oh, mist der wäre ja dann in Denver.
Böse Zungen behaupten derzeit, dass Carmelo Anthony lediglich ein Opfer seiner Berater und Agenten ist. Leon Rose und die Vermarkter CAA haben bereits prominente Rollen im Film Miami Thrice gespielt und profitieren von einem Wechsel Anthonys nach NJ monetär.
Aktuelle Zweifel Melos, dass die Knicks „ihn nicht wollen“ versucht gesamt New York derzeit zu zerstreuen – allen voran Amar’e Stoudemire. Diese gesamte Sitaution ist wie ein Theaterspiel. Zwei Liebende wollen sich, kommen nicht zueinander und die Gefahr ist groß, dass eine andere Zusammenkunft der Braut (Melo) finanziell weit besser wäre für die Familie.
Ob dieses Stück jedoch einen guten oder einen dramatisch schlechten Ausgang nehmen wird, erfahren wir wohl in den kommenden Wochen. Bis dahin geht das Tauziehen um Carmelo Anthony weiter.

Und sollte er New Jersey als seine Heimat wählen, dann hat er es wohl nicht besser verdient!

LetsGoKnicks

Januar 14th, 2011

3 Responses to “Welcome to New Jersey … NOT?”

  1. Burki sagt:

    ESPN hat für jedes Team einen Spezialisten. Der örtliche Presse hat eigene Sparte für ein jedes Team. Und jeden Tag muss was neues kommen, um diesen Aufwand zu rechtfertigen. Ach …. und es muss was sein, wass dann auch konsumiert wird. Also muss der Artikel den von gestern toppen. Und was das dann für den Artikel für morgen bedeutet …

    Ich warte einfach bis es passiert ist und folge dem einen-von-zehn-Bällen-werfen-und-Hund-hinterhetzen nicht mehr. Sonst ist’s Tierquälerei.



  2. Lence Laroo sagt:

    „Und sollte er New Jersey als seine Heimat wählen, dann hat er es wohl nicht besser verdient!“

    Amen! Mehr will ich zu dieser unsäglichen neverending story garnicht mehr kommentieren, hast ja auch alles gut zusammengefasst.



  3. Jan Schaknowski sagt:

    …..



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